Inflation Gastronomie

Wie stark ist die Gastronomie in Deutschland von der Inflation betroffen?

Auswirkungen von Corona und der globalen Wirtschaft auf die Gastronomie

Die deutsche Wirtschaft ist nach dem Einbruch durch mehrere Lockdowns und langanhaltendem Konsumverzicht wieder auf dem Vormarsch. Gleichzeitig steigt auch die Inflation, wodurch viele Güter im Preis teurer werden. Was Inflation bedeutet und welche Auswirkungen das für die Gastronomie haben könnte, erfahren Sie hier.

Was versteht man unter Inflation?

Die Restaurantbesitzerin klagt über teurer werdende Lebensmittel im Großmarkt, der Hausmann kocht aus Kostengründen den Kindern und seiner Frau sonntags das Abendessen, statt wie sonst üblich zum Stammitaliener um die Ecke zu gehen und der Cafébetreiber muss seine Preise um 20% erhöhen, um auch in der nächsten Woche wieder seine Rechnungen für genügend Kaffeebohnen bezahlen zu können. Dies alles sind Anzeichen für inflationäre Tendenzen. Steigen die Einkommen genauso rasant wie die Preise auf Güter, wäre dies alles kein Problem. Da allerdings die Wirtschaft nicht so schnell auf die Situation, welche durch die unvorhersehbare Coronakrise verstärkt wurde, reagieren konnte, haben die Menschen gleichviel Geld zur Verfügung, aber bekommen weniger dafür. Die Kaufkraft ist somit gesunken und vor allem Menschen, die ein volles Sparkonto besitzen, haben Angst ihr Geld schwinden zu sehen. Insbesondere am Anfang einer Inflation möchten Sparer schnellstens ihr bald wertloses Erspartes in Sachgüter und Dienstleistungen umwandeln, was die Sache noch weiter beschleunigt und einen Teufelskreis auslöst.

Der Berliner Tagesspiegel berichtete erst vor Kurzem von einer Inflationsrate, die erstmals seit fast 30 Jahren wieder auf über vier Prozent stieg. Ein Auftragsminus von 7,7 Prozent in der Industrie. Vier Prozent Produktionsminus der deutschen Wirtschaft im August. Und auch der Export geht zurück. Wird es also nach der Coronakrise die Wirtschaftskrise, die uns heimsucht?

Inflation Gastronomie
Inflation Gastronomie

Wodurch wurde die Inflation verursacht?

Inflationen gab es schon, seit die Wirtschaft keine reine Naturaltauschwirtschaft mehr ist. Ob die sogenannte Ölkrise in den 1970er Jahren oder die Hyperinflation der Weimarer Republik von 1923. Doch diesmal spielt etwas anderes als Rohstoffmangel oder übermäßige Kriegskosten mit hinein. Die Corona-Pandemie führte weltweit nicht nur zu regionalem Unmut, sondern birgt bis heute weltwirtschaftliche Probleme. So ist die Nachfrage nach einigen Produkten in den Lockdowns größer geworden: Büromöbel für das Homeoffice, Artikel für das neue Home-Gym oder aber auch gebrauchte Fahrräder für den coronakonformen Ausflug. Sie alle hatten durch Covid-19 mit Lieferengpässen zu kämpfen, da sich die Nachfrage schnell und unvorhersehbar hoch entwickelte. Der plötzliche Nachfrageschub führte soweit, dass es in manchen Branchen zum Ausverkauf bestimmter Produkte und zu höheren Preisen kam. Dabei spielten auch Logistikprobleme und in manchen Branchen Engpässe in der Chip-Produktion mit ein. Insbesondere ausgesetzte Transporte aus China zeigten die außergewöhnliche  Situation, in der wir steckten, noch einmal deutlich. So haben sich laut Testberichte.de zu Beginn der Pandemie Kosten für Drucker teilweise vervierfacht.

Wurde im März noch darüber geschmunzelt, dass ein Containerschiff den kompletten Welthandel kurzzeitig aussetzen kann, verstehen vielleicht jetzt einige Konsumenten, dass sich Unstimmigkeiten in den Lieferketten auch auf den Preis des Endverbrauchers auswirken. Aber auch jetzt, wo in Europa die Impfquote vergleichsweise hoch ist und bereits erste Länder die Corona-Maßnahmen aufgehoben haben, sind die globalen Probleme nicht verschwunden. So haben beispielsweise Sportartikelhersteller weiterhin Lieferengpässe, weil der Großteil der Kleidungsstücke in Ländern wie Vietnam produziert wird, wo aufgrund der verhältnismäßig wenigen Impfungen weiterhin ein harter Lockdown herrscht. Auch dadurch zeigt sich, dass die globalen wirtschaftlichen Konflikte erst aus der Welt geschafft werden, wenn die Welt auch gleichermaßen das Virus unter Kontrolle hat.

Wodurch wurde die Inflation verursacht?

Inflationen gab es schon, seit die Wirtschaft keine reine Naturaltauschwirtschaft mehr ist. Ob die sogenannte Ölkrise in den 1970er Jahren oder die Hyperinflation der Weimarer Republik von 1923. Doch diesmal spielt etwas anderes als Rohstoffmangel oder übermäßige Kriegskosten mit hinein. Die Corona-Pandemie führte weltweit nicht nur zu regionalem Unmut, sondern birgt bis heute weltwirtschaftliche Probleme. So ist die Nachfrage nach einigen Produkten in den Lockdowns größer geworden: Büromöbel für das Homeoffice, Artikel für das neue Home-Gym oder aber auch gebrauchte Fahrräder für den coronakonformen Ausflug. Sie alle hatten durch Covid-19 mit Lieferengpässen zu kämpfen, da sich die Nachfrage schnell und unvorhersehbar hoch entwickelte. Der plötzliche Nachfrageschub führte soweit, dass es in manchen Branchen zum Ausverkauf bestimmter Produkte und zu höheren Preisen kam. Dabei spielten auch Logistikprobleme und in manchen Branchen Engpässe in der Chip-Produktion mit ein. Insbesondere ausgesetzte Transporte aus China zeigten die außergewöhnliche  Situation, in der wir steckten, noch einmal deutlich. So haben sich laut Testberichte.de zu Beginn der Pandemie Kosten für Drucker teilweise vervierfacht.

Wurde im März noch darüber geschmunzelt, dass ein Containerschiff den kompletten Welthandel kurzzeitig aussetzen kann, verstehen vielleicht jetzt einige Konsumenten, dass sich Unstimmigkeiten in den Lieferketten auch auf den Preis des Endverbrauchers auswirken. Aber auch jetzt, wo in Europa die Impfquote vergleichsweise hoch ist und bereits erste Länder die Corona-Maßnahmen aufgehoben haben, sind die globalen Probleme nicht verschwunden. So haben beispielsweise Sportartikelhersteller weiterhin Lieferengpässe, weil der Großteil der Kleidungsstücke in Ländern wie Vietnam produziert wird, wo aufgrund der verhältnismäßig wenigen Impfungen weiterhin ein harter Lockdown herrscht. Auch dadurch zeigt sich, dass die globalen wirtschaftlichen Konflikte erst aus der Welt geschafft werden, wenn die Welt auch gleichermaßen das Virus unter Kontrolle hat.

Inflation Gastronomie

Welche Probleme ergeben sich für Gastronom:innen durch die aktuelle Situation?

Auch auf Gastronom:innen wirkt sich einiges aus, denn für die Politik ist es diesmal etwas kniffliger als in der Coronakrise. Seinerzeit konnte mit Krediten oder direkten Zahlungen entgegengewirkt werden und dies auch für klein- und mittelständige Unternehmen. Dieses Problem ist nun langfristiger anzugehen und benötigt strukturelle Hilfen für eine nachhaltige Wirtschaft. Das kann allerdings dauern, so dass der Wirtschaft vermutlich wieder ein harter Winter bevorsteht. Doch bereits im Sommer taten sich schon in der Gastronomie Probleme auf. Wie folgt, herrscht nach der Wiedereröffnung der Restaurants und dem langen Lockdown ein Fachkräftemangel in allen Bereichen. So ist beispielsweise laut Dehoga der bayerischen Gastronomie rund ein viertel des Personals im Winter weggebrochen, womöglich auch für immer. Um dieses Problem zu lösen und eine Rückgewinnung der Arbeitnehmer umzusetzen, drängte die DEHOGA-Bayern bereits im Spätsommer auf Preiserhöhungen von bis zu 30%. Diese sollten den Mitarbeitern höhere Löhne bereiten und dem Personalmangel entgegenwirken, wie nordbayern.de berichtet. Hinzu kommt, dass die gebliebenen Angestellten über Monate mit Kurzarbeit und ohne Trinkgeld auskommen mussten. Das führte zu großem Unmut und ist nicht gerade als Werbung zu verbuchen, wieder in die Gastronomie zurückzukehren.

Inflation Gastronomie
Inflation Gastronomie

Mit welchen Folgen müssen Gastronom:innen rechnen?

Die Folgen, welche zu Problemen in der Gastronomie führen können, sind zum einen die Energiekosten. Die Kosten für eine Megawattstunde Strom haben sich dieses Jahr, im Vergleich zum März 2020, verdoppelt und haben den Höchststand seit 12 Jahren erreicht. Und die Preiserhöhung könnte im Herbst fortwehren. So könnte ein weiterer Anstieg von 2,5% der bisherigen Stromkosten im Herbst vorkommen, sollten die Stromversorger die Preise an die Verbraucher direkt weitergeben. Und auch die Gaspreise haben sich 2021, nicht nur durch eine im Januar eingeführte CO2-Abgabe, welche sich mit 0,45 Cent pro Kilowattstunde berechnet, in der Höhe verändert. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis), stiegen sowohl die Strompreise als auch die Gaspreise gegenüber dem 2. Halbjahr 2020 damit weiter um 4,7 %. Und so verwundert es nicht, dass erste regionale Anbieter bereits eine im Durchschnitt zehnprozentige Preiserhöhung für das kommende Jahr angekündigt haben.

Zum anderen sind auch die Preise im Großhandel rasant angestiegen. Laut Destatis lagen die Verkaufspreise im September 2021 um 13,2% höher gegenüber dem September vergangenen Jahres. Letztmalig hatte es im Juni 1974 einen höheren Anstieg gegenüber des Vorjahresmonats gegeben. Dies hatte damals ebenfalls mit der Ölkrise zu tun. Im August betrug der Anstieg noch +12,3% zum Vorjahr und im Juli 2021 +11,3%. Was gibt es schlimmeres für eine:n Gastronom:in? Nicht nur, dass die Fixkosten durch hohe Energiekosten und andere weitergegebene steigende Kosten erhöht werden, sondern auch der Personal- sowie der Wareneinsatz sind kaum noch lukrativ einzuhalten. Daher sollten wohl viele Gastronom:innen auf ihre Rechnungen zur Zeit ganz genau schauen und gegebenenfalls auf Veränderungen eingehen und neu kalkulieren.

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